Dokuzentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg

Dokumentationszentrum | Reichsparteitagsgelände | Nationalsozialismus

  • Tipp
    Ein neuer Blickwinkel auf Nürnberg und das ehemalige Reichsparteitagsgelände offenbart sich bei der Führung auf das Dach der Kongresshalle immer samstags um 15 Uhr. Hier betreten Besucher Gebäudeteile, die normalerweise nicht zugänglich sind und erhalten Infos zum Architekten Günther Domenig, der die neuen Architekturelemente für das Dokuzentrum entwarf.

Größenwahn, neu vermessen

„Warum ausgerechnet Nürnberg?“
Mit dieser Frage beginnt seit Mai 2026 der Rundgang durch die neue Dauerausstellung „Nürnberg und die Reichsparteitage“. Die Wahl des Ortes war kein Zufall: Das Ansehen der Stadt als ehemalige Reichsstadt, ihre Bedeutung als Eisenbahnknotenpunkt und eine frühe, starke NS-Bewegung in Franken spielten dabei eine Rolle. Fünf Jahre lang war der Kopfbau der unvollendeten Kongresshalle eine Baustelle; 7,4 Millionen Euro wurden investiert, und nun werden 1.600 Quadratmeter Fläche genutzt – Rund 30% mehr als zuvor. (350qm)

Rundgang in vier Bereichen
Vier farblich gekennzeichnete, chronologische Bereiche führen die Besucher vom Ende des Ersten Weltkriegs über die Reichsparteitage (1933–1938) und die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart. Der Monumentalbau selbst, den Hitler als Kulisse für seine jährliche Propagandaschau plante und den Nürnberger wegen seiner Rundbögen bis heute „Kolloseum“ nennen, rückt nun erstmals prominent in den Fokus der Ausstellung.

Was die Bilder zunächst verschweigen
Apropos Kulisse: Die Ausstellung lässt die Propagandabilder nicht einfach für sich sprechen, sondern nimmt sie auseinander: Szenen aus Leni Riefenstahls „Triumph des Willens“ werden hinsichtlich Schnitt, Ton und Musik seziert. Daneben offenbaren private Schnappschüsse vom Dachboden Überreste und Erschöpfung: genagelte Marschstiefel, Scherben einer Vase aus dem Pogrom von 1938 sowie die Biografien von Opfern und Tätern. Auch die Nachgeschichte des Ortes wird thematisiert: als Deportationsort, KZ-Außenlager und Zwangsarbeiterlager.

Rundgang dauert 90 Minuten, plus Cafèbesuch
Ein zentrales architektonisches Merkmal dieser preisgekrönten Gedenkstätte ist der markante gläserne „Pfeiler“, der die dicken Ziegelmauern des Hauptgebäudes durchbricht. Der barrierefreie Eingang befindet sich heute im Untergeschoss; ein taktiles Leitsystem und rollstuhlgerechte Medienstationen erleichtern den Besuch, während das inklusive „Café Arthur“ zum Verweilen einlädt. Alle Texte sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar. Für den gesamten Rundgang sollten Besucher etwa 90 Minuten einplanen. Führungen sind aktuell immer Samstags und Sonntags um 13 Uhr. (msl)

Dokuzentrum Nürnberg
https://museen.nuernberg.de/dokuzentrum

Cafe Arthur / allgemeine Info
https://museen.nuernberg.de/dokuzentrum/besucherinformation/gastronomie

Führungen:
https://museen.nuernberg.de/dokuzentrum/angebote/fuehrungen

Hier Online-Tickets Dokumentationszentrum

  • Tipp

    Ein neuer Blickwinkel auf Nürnberg und das ehemalige Reichsparteitagsgelände offenbart sich bei der Führung auf das Dach der Kongresshalle immer samstags um 15 Uhr. Hier betreten Besucher Gebäudeteile, die normalerweise nicht zugänglich sind und erhalten Infos zum Architekten Günther Domenig, der die neuen Architekturelemente für das Dokuzentrum entwarf.

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Dokuzentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg
Bayernstraße 110
90478 Nürnberg
Entfernung: –km
  • Öffnungszeiten

    Mo-Fr 9-18 Uhr

    Sa-So 10-18 Uhr

     

    Der Besuch des Dokumentationszentrums ist empfohlen ab etwa 14 Jahren. Ein telefonische Reservierung für Gruppen ab 15 Personen wird dringend empfohlen. Besonders im Juli kann Gruppen ohne Voranmeldung kein Eintritt garantiert werden.

     

    Hier Online-Tickets:

    kum.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/timeslot