"Nürnberg darf noch mutiger werden"

Thomas May macht Verhältnis von Natur und Stadt sinnlich erfahrbar

Thomas, was ist für dich „echt Nürnberg“?

 

Nürnberg in 3 Worten?

 

Was zeigst Du in Nürnberg, wenn du Besuch bekommst?

 

Das beste Fotomotiv der Stadt:

 

 

 

Wo kann ich Kunst am Besten erleben?

 

Was machst du aktuell für ein Kunst Projekt?

 

Kannst du das Gras tatsächlich wachsen hören?

 

 

In welchem Stadtteil hältst du dich am liebsten auf?

 

Feines Essen, gute Getränke. Ein besonderer Anlass. Wo würdest du hingehen?

 

Es ist nicht alles perfekt in Nürnberg. Was würdest Du gerne verändern?

 

Welches echte Nürnberg-Geschenk bringst du einer Freundin/Freund aus der Stadt mit?

Thomas May

Thomas May, 1971 in Amberg geboren, zählt zu den eigenwilligsten Stimmen der Nürnberger Kunstszene. Von 1992 bis 2000 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Professor Reuter und schloss als Meisterschüler im Bereich „Kunst im öffentlichen Raum" ab. Einen Aufenthalt an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (1997–1998) nutzte er, um sich in der Medienkunst zu vertiefen. Seit 2000 ist er Mitglied der traditionsreichen Künstlergruppe „der Kreis" und wurde unter anderem mit dem Debütantenpreis des Bayerischen Staatsministeriums ausgezeichnet. Lehraufträge und Residenzen führten ihn an Hochschulen in Finnland und Japan sowie zu Projekten nach China, Korea, in die Ukraine und in zahlreiche weitere Länder. 2004 gründete May das „GrashalmInstitut" — ein nomadisches, partizipatives Kunstprojekt, das dem Phänomen Gras als Kulturträger nachspürt. Mit Interventionen, Feldversuchen, Vorträgen und Installationen untersucht er die Wechselbeziehung zwischen Mensch und Halm — mal augenzwinkernd, mal im wissenschaftlichen Rahmen.

Für die Ausstellung INSELKUNST setzte er 2025 seine Installation „Foggy Flying Island" mitten auf die Pegnitz: eine schwebende Insel aus Eisen, Gras und Nebel. Ein automatisiertes Nebelsystem ließ sie geheimnisvoll über dem Fluss treiben — Kunst im öffentlichen Raum, frei zugänglich rund um die Uhr.

So bleibt Thomas May, was ihn ausmacht: einer, der das Unscheinbare ernst nimmt und die Stadt dabei zur Bühne macht.

Alle Tipps von Thomas May :