Echt JETZT! - Der Nürnberg Blog
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8 Spots für Souvenirs und Geschenke

Mitbringsel-Spots

Erinnerung, Mitbringsel oder Geschenk: Wer den Daheimgebliebenen oder den ansässigen Lieben eine Kleinig- oder Großartigkeit schenken möchte, wird in diesen Läden sicherlich fündig. Es ist alles dabei: Spiel, Spaß, Spannung und Schokolade: Die Souvenirjagd kann beginnen. Halali!

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Arauco

Schmuckes und Edles

Arauco passt in keine Schublade. Auf mehreren Stockwerken bündelt das gerade einmal drei Meter breite Haus am historischen Trödelmarkt verschiedene Welten: Feinen Schmuck aus renommierten Goldschmieden etwa, handverlesene Kunst, aber auch edle Weine aus Chile, Argentinien, Uruguay, Peru oder Brasilien. Und Kultur: vier bis fünf Ausstellungen, Konzerte, Lesungen pro Jahr, meist mit Schwerpunkt Lateinamerika.

Arauco ist aber noch viel mehr als nur Kombi-Laden. Etwa Treffpunkt für Lateinamerika-Liebhaber aus und Südamerikaner in Nürnberg und Franken. Arauco ist undenkbar ohne Alejandro Franco, Exil-Chilene, studierter Soziologe und Uni-Dozent. Zusammen mit seiner Frau Annette Bausewein hat er Südamerika nach Nürnberg geholt.

Alejandro Franco fungiert als eine Art informeller Botschafter, als Netzwerker und Anlaufstelle für Landsleute. Er hat ein großes Herz für die Menschen, trägt meist ein Lächeln auf den Lippen. Dabei stand sein Leben nicht immer nur unter einem guten Stern: In der chilenischen Militärdiktatur unter Pinochet wurde er inhaftiert und gefoltert. Wieder auf freiem Fuß, gelang ihm die Ausreise nach Deutschland. Vielleicht hat er deshalb seine Galerie, die es seit 1996 am Trödelmarkt gibt, Arauco genannt: Die Araucanos, indigene Ureinwohner, leisteten erfolgreich Widerstand gegen die spanischen Eroberer. (tm)

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Eddy would attack

Flott unterwegs

Was haben wir denn da? Eine stylische Halle aus den 1950ern, ein Café auf der einen, eine Werkstatt auf der anderen Seite und dazwischen: Rennräder aus den letzten fünf Jahrzehnten, Fahrradmode und Oliver Schwarzäugl – Inhaber, Kaffeekönner, Selfmade-Rennradexperte, Reparateur, Berater und Pläuschchenhalter. Obwohl das Eddy would attack auf Rennräder spezialisiert ist, darf dennoch fast alles, was Gang und Rahmen hat, die Schwelle überfahren – ausgenommen E-Bikes oder Räder mit hydraulischen Teilen.

Weitere Ausnahme: Sonntag. Denn an diesem Tag trifft sich die Rennrad-Crowd pünktlich um 10 Uhr zur Ausfahrt – egal, ob es stürmt oder schneit. Einsteiger sind immer herzlich willkommen. Nach dem Ausfahren kommt das Runterfahren: der Lazy Sunday Afternoon. Ein DJ legt chillige Musik auf und die Einzige, die dann noch unermüdlich Gas gibt, ist die italienische Kaffeemaschine. Noch Kuchen oder Schnittchen dazu und es bleibt ein wohliges 'Hach'. Selbst Eddy Merckx – Rennrad-Legende und Namensgeber – könnte hier wohl die Pedale stillhalten.

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Chocolat

Ewig lockt die Schokolade

Man muss kein Globetrotter sein, um höchsten Schokogenuss zu erleben: Der Gang ins Chocolat reicht vollkommen aus. Hier lässt es sich wohlfein durch Südamerika, Österreich, Schweiz, Italien, Schweden, Dänemark, Litauen, Lettland oder Spanien naschen – vorwiegend fairtrade und bio. Die Auswahl ist enorm, weshalb sich im Laden ein gezielter Rundlauf anbietet: Rein zur Tür, links halten und erstmal die Pralinentheke ansteuern. Himbeer-Mascarpone, Mango-Basilikum oder doch lieber ein Trüffelchen? Weiter geht’s mit seltenen Bohnensorten, Trinkschokoladen, Lakritz und selbstgemachtem Eis.

Gibt's nicht, gibt’s nicht: Wer eine außergewöhnliche Schokolade möchte oder das passende Eis fürs Menü braucht: Das Chocolat hat's – oder kreiert's. Was noch? Schoko-, Wein- und Bier-Seminare, Präsentkörbe mit Pasta und Olivenöl, Candybars, Pralinenetagieren, Schokobrunnen- und Nostalgie-Eiswagen-Verleih. Kein Wunder, dass Inhaberin Sandra Calabrese bereits ein Jahr nach Gründung 2005 vom „Feinschmecker“ die Auszeichnung „Europas bester Schoko-Laden“ erhielt. (ee)

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Feine Heimat

Conceptstore mit Stil, Style und Stück vom Glück

Shoppen, Käffchen und noch ein Mitbringsel: In der Feinen Heimat lässt sich dies bestens verbinden: Concept Store sei Dank! Hier findet die Dame nicht nur die Möglichkeit, ihre männliche Begleitung formschön im integrierten Café zu platzieren, sondern auch, sich von Kopf bis Fuß einzukleiden. Zeitgeistig ist die Mode – kein Trend wird verpennt. Inspirationen finden die Inhaberinnen Maria Capella und Verena Imendörffer auf Messen und Blogs. Schickes gibt es hier ebenso wie Platz für jeden: Ankommen und wohlfühlen – so soll es sein und so ist es auch erwünscht. Wunschlos Glückliche, die anderen eine Freude machen möchten, brauchen nur einen Schritt in die Abteilung Lifestyle zu wagen, um festzustellen: Es findet sich mit Sicherheit etwas Feines – ein Kärtchen, ein Kochbuch, Tassen, Untersetzer oder Gewürze – und das alles in schön. Es fällt schwer, nichts zu finden. Apropos finden: Es finden im Jahr immer wieder verschiedene Aktionen wie eine Modenschau, der Heimat-Geburtstag oder eine Glühweinsause statt. Ist wie Heimkommen – mit Benefit. (ee)

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Conceptstore Schneiderlein

Für Schürzenjäger und Kopfmenschen

In dem freundlichen, kleinen Laden der Designerin Marie-Luise Schneider vermischen sich „alte Hüte“ mit kreativer Mode und einem frischen Fashion-Esprit. Neben importierten Kopfbedeckungen unter anderem aus Amerika und Italien, sind beim tapferen Schneiderlein auch Hüte der Firma Mayser aus Deutschland sowie die Schöpfungen des Hutmachers Brömme erhältlich, der das Hutmuseum im Kellergewölbe des Stores betreibt.

Den hinteren Teil des Shops zieren die Eigenkreationen der Modedesignerin. Unter dem Label „MLS“ vertreibt sie ihre eigene Kollektion mit Motiven Albrecht Dürers. Die Kleidungsstücke wie beispielsweise ein Rock mit Aufdruck des „Großen Rasenstücks“ oder Dirndl mit dem berühmten Dürer-Hasen auf der Schürze hat die Inhaberin selbst entworfen und in der Nähstube des Ladens handgenäht. Außerdem vertreibt der Conceptstore zusätzlich besondere Bekleidung von kleinen, nachhaltig produzierenden Labels. (jp)

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Die süße Genusswerkstatt

Von der Hand in den Mund

„Eine Praline für Mutti, eine für Vati, zwei für mich, eine für Omi, eine für Opi, drei für mich, ...“ Endlos fortführen ließe sich dieser innere Monolog über Pralinen, Kuchenstückchen, Gebäckteilchen, Brownies oder Tartes. Mag die Zahl der tragefähigen Arme auch begrenzt sein, die Auswahl an Köstlichkeiten ist es nicht. Wer Gäste bekommt, die sagen „Wir bringen was aus der Genusswerkstatt mit“, der sollte seinen Tisch verlängern ...

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Kunstautomat

Die Kunst des Schenkens

Was haben Kaugummis, Kondome und Kunstwerke gemeinsam? Nun, man kann sie allesamt aus Automaten ziehen! Der Kunstautomat in der Hinteren Sterngasse 25/27 wird mit kleinen Werken regionaler Künstlergrößen bestückt: Malerei oder Zeichnung, Fotografie, Objekt oder Plastik, ja sogar Musik – die Bandbreite ist groß, die Überraschung nicht minder.

Die Kunstminiaturen haben eine Auflage von je 24 Schachteln, äh, Stück. Also flugs den an einen Zigarettenautomaten erinnernden Kasten mit fünf Euro in Münzen gefüttert, beherzt am Ausgabeschacht gezogen und gestaunt! Glücklich, wer ein solches Werk ergattert, denn das Auffüllen geschieht nicht so regelmäßig wie am Zigarettenautomaten. Dreimal jährlich wird der Automat beschickt, es lohnt sich also, regelmäßig durch die Sterngasse zu laufen. Günstiger kann Kunst nicht sein! (tm)