9 Top Sehenswürdigkeiten in Nürnberg
Die Nürnberger Sehenswürdigkeiten-Must-Haves
Wer sie nicht gesehen hat, war nicht in Nürnberg. Denn diese Sehenswürdigkeiten machen Nürnberg zu dem, was es ist: Eine einmalige Stadt mit vielen Geschichten und Gesichtern. Nicht immer rühmlich waren die Geschichten, nicht immer schön die Gesichter, aber auch das gehört zur Stadt – denn vergessen ist nichts, lebhaft bleibt die Erinnerung, oft mahnt sie an, aber immer gibt sie den Blick frei auf vergangene Jahrzehnte und Jahrhunderte.
Dieser reflektierte Umgang mit dem Geschehenen gehört dabei genauso zu Nürnberg wie die Konzentration auf das Gegenwärtige, dem Ist-Zustand, der Weiterentwicklung und dem Wie-es-sein-könnte. Es gibt also viel zu sehen: aus unterschiedlichen Blickwinkeln, mit umfangreichen Einsichten und unvergesslichen Augenblicken. (ee)
Nürnberger Burg
Ein überragendes Bauwerk
Auch wenn die Kaiserburg keine alte Tante ist, die man nochmal sehen sollte, weil man ja wegen des hochbetagten Alters nie weiß, wie lange sie es noch macht, ist die Burg ein absolutes Besuchs-Muss. Nicht nur weil frühste bauliche Spuren aus der Zeit um 1000 nach Christus stammen, sondern, weil sie kunst- und stadtgeschichtlich unfassbar viele, wirklich gute Geschichten erzählen kann – beispielsweise die, warum in der nördlichen Burgmauer ein Hufabdruck zu sehen ist ...
Öffnungszeiten: April-September tgl. 9-18 Uhr, Oktober-März tgl. 10-16 Uhr
Mehr Infos zur Burg in Nürnberg
Albrecht-Dürer-Haus
Wirk- und Werkstatt des Nürnberger Shooting-Stars
Er gehört zu Nürnberg genauso wie der Senf zu den Rostbratwürstchen: Albrecht Dürer, Deutschlands bedeutendster Renaissancekünstler, hat 1509 das schöne Fachwerkhaus bezogen und dort bis zu seinem Tode gewirkt. Das Haus wurde nach dem Krieg schnell wiederaufgebaut und hat somit Dürers Leben quasi konserviert. Was er sonst noch so getrieben hat außer Selfies malen? Seine Frau Agnes plaudert's in regelmäßigen Führungen aus.
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr
Juli, August und September sowie während des Christkindlesmarkts auch Mo 10-17 Uhr
Infos zum Albrecht-Dürer-Haus
Ehemaliges Reichsparteitagsgelände
Mahnmal und Monument des Größenwahns
Für das Reichsparteitagsgelände, zu dem das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, die Kongresshalle, das Zeppelinfeld, die Zeppelintribüne, der Luitpoldhain und die Große Straße gehören, braucht es Zeit und einen freien Kopf – denn nach dem Besuch wird er voll sein: voller Zahlen, voller Bilder, voller Fakten. Hinzu kommen Dimensionen, die sich zwar sehen, aber nach wie vor nicht begreifen lassen.
Infos zum Ehemaligen Reichsparteitagsgelände
Nordturm St. Lorenz
Durch türmische Zeiten
Früher waren es die Weltkriegsbomben, heute sind es die Schnappschüsse: Der Nordturm der Lorenzkirche hatte schon immer eine gewisse Anziehungskraft. Dabei sieht er nicht nur blendend aus, sondern hat auch herausragende innere Werte. Aber bis diese vollends zum Vorschein kommen, dauert es 232 Stufen. Dafür wird der kopfgeneigte Aufsteiger mit einem veritablen Ein-, Aus- und Überblick belohnt.
Öffnungszeiten: Mai - Oktober: Sa 14 Uhr
Gruppen bis max. 15 Personen mit Voranmeldung (begrenzte Teilnehmerzahl).
Erwachsene 5 €, ermäßigt 2 €
Weitere Infos:
zur Turmbesichtigung Lorenzkirche
zur Lorenzkirche
Tiergärtnertorplatz
Von Nürnbergern auch Dürerplatz genannt – fälschlicherweise
Zum Niedersitzen schön: wer sich zu einem der "schönsten Orte" der Altstadt aufmacht, sollte unbedingt einen Durst und Sitzfleisch mitbringen. Denn hier – in unmittelbarer Nähe zur Burg – finden sich nicht nur ein mittelalterlicher Schöpfbrunnen, pittoreske Fachwerkhäuser und eine creepy Hasenskulptur, sondern auch die Möglichkeit, sich sommers unbemerkt-unbeschwert unters Nürnberger Volk zu mischen. Das trifft sich hier nämlich an heißen Tagen rund um den Wanderer, das Bieramt und einige andere alteingesessenen Gaststätten zum gemütlichen Sitzdichein.
St. Sebald
Stätte des Nürnberger Schutzpatrons
Die St. Sebald-Kirche (auch "Sebaldus Kirche" genannt) unterhalb der Burg ist die älteste evangelisch-lutherische Stadtkirche Nürnbergs: Erbaut wurde sie im 13. Jahrhundert zu Ehren des Eremiten Sebaldus, der – den Legenden nach – mit einigen Skills aufwarten konnte: So soll er aus einem Eiszapfen Feuer entfacht haben. Neben den Geschichten blieben seine Gebeine, die in einem Messing-Grabmal, dem "schönsten gegossenen Kunstwerk", aufbewahrt werden. Aber bitte auch blicklich abschweifen: Denn was St. Sebald architektonisch und kunsthistorisch zu bieten hat, ist wahrlich zum Niederknien.
Handwerkerhof
Von Zinnsuche und Schmiedegut
Halt! Stehengeblieben! Wer sich auf dem Weg vom oder zum Bahnhof auf der Königsstraße befindet, macht jetzt sofort einen Schlenker zum Handwerkshof und schmeißt den Stop-and-go-Modus an. Denn ab hier folgt ein Ausflug in Nürnbergs alte Handwerkstraditionen: Zinngießer, Lebkuchenbäcker, Goldschmiede, Lederkünstler, Töpfer und Glasschleifer zeigen in schönster Fachwerkkulisse ihr Können, außerdem gibt es einen Puppenladen, Holz- und Blechspielzeug sowie einen Kunstgewerbeladen. Schneller lassen sich Souvenirsorgen nun wirklich nicht zerstreuen.
Öffnungszeiten: Geschäfte Mo-Sa 10-18 Uhr, Gastronomie tgl. 11-22 Uhr
Alle Infos zum Handwerkerhof